Vergessen und Erinnern
In unserer beschleunigten Gesellschaft wird das Vergessen bisweilen zu einer Überlebensstrategie – wir wählen aus, was wir wissen und erleben wollen, was uns bedeutsam ist und was nicht – auf der institutionellen, gesellschaftlichen wie auch persönlichen Ebene. Am Beispiel der Alltagskultur der DDR soll erforscht werden, wie und wo Erinnerung gelöscht und verwischt wurde oder was davon noch lebendig ist – am Beispiel der Musikszene, Wohn- und Nischenkultur, Körperkultur, Rolle der Frau, Umgang mit Behinderten, Jugendkultur, Ausbruch/Flucht etc. wir wollen Expert/innen befragen, eigene Recherchen unternehmen und die Ergebnisse im SoSe 2012 u. a. mit filmischen und theatralen Mitteln, mit szenischen Lesungen präsentieren und ausstellen.
Programm
14.10. Einführung
21.10 Ausbruch und Flucht
Prof. Dr. Helene Kleine, Studiengang Kulturarbeit, FHP
28.10 Musikkultur
Prof. Dr. Susanne Bienas-Preisendörfer
4.11. Jugendkultur
Prof. Frieder Burkhardt, Theologe und Sozialwissenschaftler, FHP.
11.11. Biographie und Film
Barbara Junge, Wilfried Junge, Filmemacher
18.11. fällt wegen der 20 Jahr-Feier FHP aus
25.11. Zwischen Freikörperkultur und Körperkontrolle
Christian Waldmann, ehem. Jugendpfarrer
02.12. Frauen in der DDR
Prof. Dr. Hertha Kuhrig, ehem. Akademie der Wissenschaften der DDR
09.12. Nischenkultur
Dr. Günter Kracht, Kulturwissenschaftler HU Berlin
16.12. Das Stadtbild der DDR/Stadtkultur
Dipl. Ing. Bernhard Wendel, ehem. Stadtarchitekt in Potsdam
06.01. Eliteförderung im Sport
Dr. Jutta Braun, Universität Potsdam und NN, Zeitzeuge
13.01. Behindertenarbeit
Dr. med. Gerda Jun
20.01. Bildung der Forschungsgruppen und Klärung der Forschungsfragen
27.01. Exkursion
Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR e. V. Eisenhüttenstadt
03.02. Auswertung und Planung der Fortsetzung im SoSe 2012