Empirisches Arbeiten unter Berücksichtigung von Gender und Diversity
Die Forderung nach einer Berücksichtigung von Gender & Diversity in akademischen Kontexten lässt sich kaum noch ignorieren (als Stichworte seien „Gender Mainstreaming“ und das „Allgemeine Gleichbehandlungs-gesetz“ genannt). In keiner wissenschaftlichen Arbeit, in keiner Forschungs- oder Projektkonzeption – und zwar fachbereichsübergreifend – können Gender & Diversity unproblematisiert und/oder unkommentiert „umgangen“ werden.
In diesem zweisemestrigen InterFlex-Projekt sind Studierende aller Fachbereiche eingeladen, sich der Herausforderung zu stellen, Gender & Diversity – auch unabhängig vom Zentrum des eigenen Erkenntnis-interesses – in wissenschaftlichen (Bachelor-) Arbeiten, Forschungs- oder Projektideen angemessen zu berücksichtigen.
Als theoretische Ausgangslage, um der Komplexität, Vielfältigkeit und Widersprüchlichkeit gesellschaftlichen Lebens begegnen und diese in wissenschaftlichen Zusammenhängen praktikabel handhaben zu können, werden wir im Seminar den Ansatz mehrebenenanalytischer Intersektionalität von Winker/Degele (2009) als gemeinsame Wissensbasis erarbeiten.
Hiervon ausgehend können wir uns verschiedensten, aus studentischer Sicht relevanten, wissenschaftlichen Fragestellungen, Forschungsdesigns und Projektideen aus allen Fachbereichen zuwenden und im Kurs kontrovers diskutieren, inwiefern Gender & Diversity angemessen berücksichtigt werden können und sollten.
Wer im eigenen Fachbereich keine Verknüpfungen zu Gender & Diversity sieht, kann sich mithilfe des folgenden FHP-Links ab S.7 inspirieren lassen:
http://www.fh-potsdam.de/fileadmin/fhp_zentrale/dokumente/gleichstellung/Dokumente/Literatur/Literaturliste2_Gender_Jan2012.pdf
Basisliteratur: Winker, Gabriele / Degele, Nina (2009). Intersektionalität. Zur Analyse sozialer Ungleichheiten. Bielefeld: transcript Verlag.
Czollek, Leah Carola / Perko, Gudrun / Weinbach, Heike (2009). Lehrbuch Gender und Queer. Grundlagen, Methoden und Praxisfelder. Weinheim/München: Juventa.
Betreut durch Angela Redemeyer und Gudrun Perko (FB 1)
Start: 13. April, freitags 10-13.30 Uhr, zweisemestig, 14 tägig