31. Mai 2012, 18 bis 19 Uhr 30: Ringvorlesung: Vortrag von Katja Grawinkel - Friedrich Ebert Strasse 4
Ringvorlesung
„Let's talk about Gender und Diversity als berufliche
Schlüsselkompetenzen“
Vortrag am: 31. Mai 2012 18.00-19.30 Uhr
Ort: FHP, Friedrich-Ebert-Strasse 4, 14467 Potsdam, Raum 4070/71
Katja Grawinkel
Postporno, Kunst, Affekt. Über einen queer-politischen Umgang mit Pornografie
Postpornografie begibt sich an den Rand des gesellschaftlich Akzeptierten, wo die Mechanismen der Industrie veränderbar werden und die Kunst noch nicht recht begonnen zu haben scheint. Dort, wo andere Verhältnisse zwischen Produzentinnen und Rezipientinnen, zwischen Sex und Arbeit, Lust und Blick herrschen, ergreift sie begeistert Partei für kompliziertere Strukturen von Sexualität, Begehren und Identität als sie das zweigeschlechtliche, heteronormative Modell vorsieht. Künstlerische Strategien, die sich als postpornografisch bezeichnen, stehen für eine Politik der Wahrnehmung. Im Vordergrund steht ein tiefes, körperliches Empfinden, das eine affektive Offenheit zugänglich macht und starren Positionierungen eine permanente Bewegung entgegenstellt. Es handelt sich um eine queere Politik der Vagheit und des Widerspruchs.
Katja Grawinkel
Studium der Medien- und Kulturwissenschaft (BA) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Europäischen Medienwissenschaft (MA) an der Universität und Fachhochschule Potsdam. Journalistische Arbeiten für Magazine, Zeitungen, Radio und Internet (u. a. Neue Rhein Zeitung, taz, Theater der Zeit, schönschrift.org). Seit 2008 Zusammenarbeit mit der freien deutsch-schweizerischen Theatergruppe Schauplatz International.
Unterstützung
Liebe konstruktiv Studierende,
kann ich euch unterstützen? Braucht eine AG Hilfe? Hat Fragen???? Dann bitte bei mir melden.
Herzliche Grüße
Andrea Schmidt
Divaholismus - Warum in der schwulen Community eine glorifizierung von weiblichen Ikonen stattfindet
Exemplarisch am Phänomen MADONNA
"Ja ich bin Divaholiker. Diven sind meine Leidenschaft, mein Trost, mein Rausch, meine Sucht. __Letme, wie der Angelsachse sagt, namemypoison[...]", so beginnt ein Essay von Baby Neumann aus seinem Buch 'Nicht zu fassen!'. Auch wenn es bei weitem nicht alle 'betrifft', so ist das Phänomen in der Community doch sehr weit verbreitet und von interesse. Das vor allem Madonna, jedoch bei weitem nicht als Einzige, zu dieser Art von Ehrung gelangt, zeigt sich zum Beispiel an der Titelstory 'ÜberMutter - Was queere Musikacts von Madonnas Comeback halten' in der Aprilausgabe der Siegessäule diesen Jahres oder an der immer extrem gut besuchten Partyreihe 'Madonnamania' im SchwuZ.
Doch wieso sind es, in einer Gruppe von Männern die an Männern interressiert sind, ausgerechnet weibliche Stars, denen eine scheinbar so wichtige Stellung beigemessen wird und nicht Männer, die sich um Belange der Community verdient gemacht haben, wie zum Beispiel Harvey Milk, oder auch schwule Musiker, wie zum Beispiel Rufus Wainright, die jedoch eher ein Nischendasein fristen.
Dieser Frage, und mit sicherheit noch weiteren, möchte ich mich in diesem Semester widmen. Da ich bisher allein an diesem 'Projekt' arbeite, bin ich für Anregungen immer Dankbar.
MAZ vom 03.05.2012: "Castingshows machen unglücklich. Andrea Schmidt forscht über TV-Format"
In der Märkischen Allgemeinen Zeitung erschien am 03.05.2012 ein Artikel über Andrea Schmidts Forschungen zum Format der Castingshow und das Interflex-Seminar "Genderkonstruktionen in Castingshows – mediale Inszenierungen von Weiblichkeit und pädagogische Implikationen" aus dem WiSe 2011/12.
Zum Artikel auf der Website der Märkischen Allgemeinen.
10.05.2012: Gastvortrag Prof. Dr. Renate Lorenz (Akademie der bildenden Künste Wien): "Temporal Drag - Unguided Tour"
Öffentlicher Vortrag, 10. Mai 2012, 18 Uhr
Fachhochschule Potsdam, Pappelallee 8-9, Hauptgebäude, Hörsaal HG 067
Unter dem Titel "Temporal Drag - Unguided Tour" stellt Renate Lorenz einige ihrer Arbeiten – inszenierte Filme und Filminstallationen (gemeinsam mit Pauline Boudry) – der letzten Jahre vor, die eine Art queere Archäologie betreiben. Als "Temporal Drag" bezeichnet sie Verkörperungen, die weniger eine Person der Vergangenheit darstellen, als dass sie sich mit Materialien der Vergangenheit – einer Photographie, einem Objekt, einem Tanz – verbinden. Die Körper werden als eine Assemblage von Elementen aus unterschiedlichen Zeiten gezeigt. Begehren wird als Methode wirksam, um das Archiv anerkannter Politiken zu erweitern und Möglichkeiten einer queeren Zukünftigkeit aufzuzeigen.
Renate Lorenz arbeitet seit Beginn der 90er Jahre im Feld von Kunst & Politik inbesondere an der Produktion queerer und feministischer Kunstprojekte, Filmen, Ausstellungen und Konferenzen. Sie ist derzeit Professorin an der Akademie der bildenden Künste Wien. Zu ihren Veröffentlichungen zählen Queer Art, A Freak Theory (2012); Temporal Drag (Hg. mit Pauline Boudry 2011); Aufwändige Durchquerungen, Subjektivität als sexuelle Arbeit (2009) und zahlreiche Aufsätze und Buchbeiträge. Die künstlerischen Arbeiten mit Pauline Boudry verwenden Methoden wie "Queere Archäologie" und "Temporal Drag" und beziehen sich auf gegenwärtige und historische Diskurse um Sexualität wie auch auf historische (Portrait)Fotografie, historischen Film, Performance und Tanz.
Dieser Vortrag ist Teil des Interflex-Projekts Kontruktiv. Gender, Class, Race & Bodies.
Liebe Studierende,
das gilt selbstverständlich auch für mich: meldet Euch/melden Sie sich, wenn es Fragen gibt, Unterstützungsbedürfnisse, intensivere Begleitungswünsche Eures/Ihres Vorhabens. Am Besten via E-Mail: perko@fh-potsdam.de
Herzlichst, Gudrun Perko
8. Mai 2012 um 17:31 Uhr