"DDR Alltagskultur" - Projekte für das nächste Semester!
Hier die vorläufigen Titel und Inhalte der Projekte im nächsten Semseter. Wenn der ein oder andere sich angesprochen fühlt und gerne mitarbeiten möchte, bitte melden! Die Projektgruppen freuen sich über Zuwachs!
- Plakate:
- Plakate mit Auflage unter 100
- Veranstaltungsorte
- Szeneveranstaltungen „kleine Fluchten“
- ästhetische Dimension
Projektmitglieder: Sebastian Schmitt, Evgenia Kulikova, (Pauline Junginger)
→ evtl. Verbindung mit AG 2
2. Gegenkultur – Hausbesetzerszene – Antifa
"Besetzer-Metropole Potsdam: Die einstige Garnisonsstadt des Alten Fritz hat inzwischen Berlin den Rang abgelaufen. Dort gab es im „heißen“ Jahr 1981 über 160 besetzte Häuser, je eins auf 11 900 Einwohner. In Potsdam kommt auf 5300 Einwohner ein besetztes Haus..."
„Es herrscht Krieg“ [FOCUS Online]
Projektmitglied: Leyla Dewitz
3. Frauen und Arbeit
- Kinderbetreuung als Grundvoraussetzung für Berufstätigkeit
- Kitas, Kindergrippen oder ein Arbeitsort
- Rolle der Frau in der ehemaligen DDR in Bezug auf Berufstätigkeit
Projektmitglieder: Imelda Stier, Ina Pappert (Sandra Balck)
4. Biographie / privater Alltag / Familie öffentliche und privat
- „sozialistische Persönlichkeit“
- Ausbildung „sozialistischer Persönlichkeiten“
- offiziell und privater Raum / anonyme Wohnungen
Projektmitglieder: Spara Omounmi, Saskia Fischer
5. "Bildung"
- Jugend oder Architektur
- Gebäudenutzung / Gebäude- und Nutzungsmöglichkeiten
- sozialistische Lebensweise
Projektmitglieder: Christine Heitmann, Robert Köhler (Sandra Balck und Pauline Junginger: Architektur)
6. Geschichtliche Aufarbeitung eines Orts
- Ostmoderne
Ortsvorschlag: Bhf. Pirschheide
Projektmitglieder: Ines Radloff und Sebastian Thiede
"Verschwindende Brüche"
"Potsdam präsentiert sich als Modellfall einer politischen und bürgerschaftlichen Verhandlung über die Stellung der Vergangenheit in der Gegenwart – mit einer bemerkenswerten Besonderheit: Das architektonische DDR-Erbe ist in dieser Auseinandersetzung kaum repräsentiert."
Potsdamer Neuste Nachrichten, 19.01.2012
FOTO: PNN
Mit "Vergessen und Erinnern" ins CO-Berlin
Freund/Seitz/Voesgen
Im Rahmen der Interflex-Veranstaltung
Vergessen und Erinnern –
am Beispiel der Alltagsgeschichte der DDR
laden wir ein zur Fotoausstellung (incl. Führung)
Gundula Schulze Eldowy
Die frühen Jahre
Fotografien 1977 bis 1990
Berlin hat mich zur Fotografin gemacht.
(Gundula Schulze Eldowy)
Gnadenlos verschluckt Berlin seine Bewohner. Schicht für Schicht deckt die Stadt den Mantel des Vergessens über sie. Die Zeit geht vorüber und reißt alles mit sich fort. Gundula Schulze Eldowy stellt sich mit ihrer Kamera den Strom der Zeit ent¬gegen. Jahr für Jahr streift sie scheinbar absichtslos, jedoch mit klarem, wachem Blick durch das Berliner Scheunenviertel und dokumentiert Einsamkeit, Tristesse, Elend und Momente des Glücks. Ob Künstler, Arbeiter, Flüchtlinge oder Träumer – sie ist von der Mischung der Millieus und der Härte der Stadt gleichzeitig faszi¬niert und abgestoßen. In ihren schonungslosen Fotografien gleicht Berlin einer untergegangenen Stadt, einer archäologischen Stätte mit manchmal unerwarte¬tem Zauber. Gleichzeitig sind diese urbanen Streifzüge nichts anderes als Exkur¬sionen in die innere, unbekannte Welt der Künstlerin. Bei genauerem Hinsehen erweisen sie sich deshalb als Metaphern einer Gesellschaftskritik, die nicht nur die DDR, sondern die ganze Zivilisation im Auge hat.
Treffpunkt: Freitag, den 27.01., um 13:15 Uhr
C/O Berlin
Postfuhramt, Berlin Mitte, Oranienburger Straße 35/36
(Ecke Tucholskystr./S-Bahnstation Oranienburger)
Anfahrt siehe: http://www.co-berlin.info/kontakt/anfahrt.html
5 Euro
GÄSTE SIND WILLKOMMEN!
mehr dazu: http://www.co-berlin.info/programm/exhibitions/2011/gundula-schulze-eldowy.html
Letzter Vortrag in diesem Semester!
"Kinder die anders sind" - Behindertenarbeit in der DDR
Ein Vortrag von Dr. med. Gerda Jun
13. Januar 2012, 12.00 - 13.30 Uhr
Raum 4056, Campus Friedrich-Ebert-Straße
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zu kommen!
"Eliteförderung im Sport"
Zeitzeugenbericht von Frank Hoffmeister
"Frank Hoffmeister sträubte sich gegen die ideologische Erziehung und den politischen Druck im DDR-Sportsystem. Eine abschreckende Erfahrung war daneben die Praxis des Zwangs-Dopings. Sein Jugendtrainer hatte die Anwendung „unterstützender“ Mittel abgelehnt. Nach einem Trainerwechsel wurde Hoffmeister jedoch in das Dopingprogramm einbezogen. Ein Assistenztrainer ließ heimlich die Substanzen analysieren, die sich als Oral-Turinabol herausstellten. Am 14.5.1984 entfernte sich Hoffmeister beim Sieben-Hügel-Schwimmfest in Rom von der DDR-Mannschaft. Sein erster Fluchtversuch scheiterte, da die bundesdeutsche Botschaft an diesem Sonntag geschlossen war. Nach einer Rückkehr ins DDR-Mannschaftslager gelang es ihm am nächsten Tag, in der deutschen Vertretung Unterstützung zu finden und in die Bundesrepublik ausgeflogen zu werden. Hoffmeisters Vater wurde von der Staatssicherheit nach Bochum entsandt, um seinen Sohn zur Rückkehr zu bewegen, doch Hoffmeister hielt an seinem Entschluss fest und blieb im Westen." (ZOV-Sportverräter)
Informationen zur Ausstellung "ZOV Sportverräter"
Buchtipp:
Latzel, Klaus: Staatsdoping. Der VEB Jenapharm im Sportsystem der DDR, Böhlau Verlag Köln, 2009
FOTO: ZOV-Sportverräter
Hallo Leyla,
an deinem Thema bin ich interessiert. Vor zwei Jahren habe ich bereits nach langer Recherche über die Potsdamer DDR-Punk-Szene eine Hausbarbeit geschrieben. Bitte lass mich wissen, wann es ein erstes Treffen gibt. Falls ich das in meinen Semesterplan einbinden kann, würde ich mich evtl. gern beteiligen.
14. März 2012 um 12:44 Uhr