Vergessen und Erinnern

Vergessen und Erinnern

Kulturarbeit
Informationswissenschaften
Sozialwesen
2011/10 - 2012/07

In unserer beschleunigten Gesellschaft wird das Vergessen bisweilen zu einer Überlebensstrategie – wir wählen aus, was wir wissen und erleben

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"Jugendliche im Sinne von Verordnungen..." Jugend in der DDR

Frieder Burkhardt, Jg. 1943, Theologiestudium in Leipzig, 1970-1983 Offene Jugendarbeit im kirchlichen Bereich in Dresden und im Erzgebirge, Initiator des Jugendkabaretts mit dem Programm "Wir kommen auf (k)einen grü+nen Zweig", 1983 Rektor der Ausbildungsstätte für Gemeinediakonie und Sozialarbeit in Potsdam, 1992 - 2008 Professor an der FH Potsdam FB Sozialwesen

Literatur in Auswahl:

  • Ethiklehrbücher im Cornelsenverlag ab 1994
  • Der/die Gerechte, Berliner Debatte Initial, 2001.3
  • Interesse für mein Gegenüber u.a. in Eisert-Bagemihl/Kleinert, Zwischen sozialer Bewegung und kirchl. Arbeitsfeld, 2002
  • Fortlaufend Beiträge in "Er ist unser Friede", Evangelische Verlagsanstalt
12. Januar 2012 um 16:56 Uhr
LD

„Du hast ja ein Ziel vor den Augen …!?“ - Musikkultur und Musikkulturpolitik in der DDR

Anhand von Erinnerungen, Dokumenten und Erläuterungen entlang biographischer Stationen einer Musikophilen (Jahrgang 1964) ermöglicht der Vortrag Einblicke in die Spannungsfelder einer planmäßig organisierten und zugleich widersprüchlich erlebten Musikkultur der 1970er und 1980er Jahre in der DDR. Musikunterricht in der Schule, die X. Weltfestspiele der Jugend, Bezirksmusikschule, Spezialschule für Musik G.F. Händel, Universität, Festival des politischen Liedes, Rock für den Frieden, DT64, die anderen Bands … diese Stationen ermöglichen Einsichten in ein spannungsreiches Feld, das gleichermaßen durch politische Programmatik, hohe musikalisch-künstlerische Ansprüche, Zensur, internationale Einflüsse, Brüche und informelle Milieus gekennzeichnet war.

Zur Person:

  • Susanne Binas-Preisendörfer, Prof. Dr. phil., geb. 1964 in Berlin
  • studierte Musik- und Kulturwissenschaft in Berlin, Promotion bei Prof. Dr. Wicke
  • war aktive Musikerin im Ost-Berlin off-ground (der expander des fortschritts)
  • initiierte in den 1990er Jahren Kultur- und Kunst Projekte in Berlin (u.a. singuhr-hoergalerie, Club-Commission)
  • arbeitete als Autorin, Dozentin (VW-Habilitationsprogramm, Philip-Morris-Kunstförderung, L4 – Institut für digitale Kommunikation), Geschäftsführerin (Berliner Kulturveranstaltungs GmbH) und kulturpolitische Beraterin (u. a. Sachverständige der Enquete-Kommission ‚Kultur in Deutschland’ des Deutschen Bundestages)
  • lehrt und forscht seit 2005 als Professorin für Musik und Medien an der Universität Oldenburg, Schwerpunkte: Theorie und Geschichte mediatisierter Musik- bzw. Kulturformen, Musik und Globalisierung, Transkulturalität, Musik- und Kreativwirtschaft, Jugendkulturen und populäre Musik, Kultur- und Kunstpolitik
  • ist ehrenamtlich tätig u. a. im Beirat der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, music media park Berlin, im Kuratorium des Institutes für Kulturpolitik Bonn, Mitglied in der Koalition zum Schutz und der Förderung für Kulturelle Vielfalt des UNESCO und 2011 Juryvorsitzende des Landeswettbewerbes creole – globale Musik aus Niedersachsen und Bremen

Publikationen zu diesem Thema

12. Januar 2012 um 16:41 Uhr
LD

"Ausreisewille" - Ein Vortrag von Frau Prof. Dr. Kleine

Der Vortrag „Ausreisewille“ basiert auf meinen Gesprächen mit einem Potsdamer Ehepaar,dass Anfang 1984 für sich und ihre zweieinhalbjährige Tochter einen Ausreiseantrag stellte. Beide waren, als der Tramper-und Musikszene zugehörig, schon im Vorfeld observiert worden. Sie wurden im November 1984 verhaftet und nach § 219 des DDR-Strafgesetzbuches verurteilt. Ihre Hoffnung, während der Haftzeit in den Westen abgeschoben bzw. freigekauft zu werden, trog. Erst 1 Jahr nach der Haft wurde die Ausreise nach Westberlin bewilligt. Bis 2008 lebt die Familie in Berlin Kreuzberg, dann zogen sie nach Potsdam. Der Bericht beschreibt, auch auf der Grundlage von Unterlagen der Bundesbehörde für die Stasiunterlagen, die Unfähigkeit und Ungerechtigkeit des stasigestützten Staates im Umgang mit Abweichungen, seien sie kultureller, sozialer, gesundheitlicher oder lebensweltlicher Natur. Er beschreibt auch die subalterne Rolle der Anwaltschaft und die Willkür (nicht nur) der politischen Justiz.

Zur Person:

  • Prof. Dr. Helene Kleine geboren 1956 in Westdeutschland
  • Seit 2008 Professorin im Studiengang Kulturarbeit, Lehrgebiet kultureller und sozialer Wandel
  • 2006 - 2001 Rektorin der FHP
  • 1995 - 2000 Gründungsbeauftragte des Modellstudiengangs Kulturarbeit, Professorin mit dem Lehrgebiet kultureller und sozialer Wandel. Ein Themenschwerpunkt: Kulturpolitische Geschichte der DDR
  • 1991 - 1995 Leiterin des Bereiches Kultur und Soziales der Internationalen Bauausstellung Emscher Park.
  • 1984 - 1990 Wissenschaftliche Referentin im Fraktionsbüro der Grünen im Düsseldorfer Rathaus (1989 bis 90 Ratsfrau)
  • 1985 - 1991 Sprecherin der Bürgerinitiative Leben in der Fabrik
  • 1984 Promotion an der Heinrich Heine Universität Düsseldorf zur frühen Soziologie in Deutschland
  • 1977 - 1982 Studium der Soziologie, Entwicklungspsychologie und Pädagogik an der Heinrich Heine Universität Düsseldorf.
12. Januar 2012 um 16:34 Uhr
LD